Malaysia (2.Teil): Kuala Lumpur, Pulau Pangkor, George Town                       Thailand (1. Teil): Koh Lanta, Koh xxx und Koh Yao Yai, Bangkok

Was wir in der Zwischenzeit gelernt/entdeckt haben:

  • Der Begriff "Sehenswürdigkeit" ist relativ
  • wer nach Koh Yao Yai möchte, sollte dies jetzt tun...
  • Das beste Essen gibts bisher in Thailand
  • Die Zeit rast und trotzdem...
  • Wir reisen lieber etwas langsamer und lassen dann vielleicht ein geplantes Land weg
  • meine Tattoos und Mäthus Bart eignen sich als Eisbrecher für ein Gespräch und verhelfen zu einem (nicht-Abzocker)-Tuktuk in Bangkok und ein paar gratis Bier

 

Kuala Lumpur 

Nach einer ziemlich halsbrecherischen Fahrt (da fürchteten sogar die mitfahrenden Einheimischen um ihr Leben oder um das Leben der anderen auf der Strasse, weil unser Fahrer wie ein Gestörter gefahren ist und einige "Beinahe-Unfälle" provoziert hat)  erreichten wir noch rechtzeitig den Flughafen Medan. Wir hatten zuvor schon 5 Fähren verpasst bzw. sie haben uns nicht mitgenommen und sind einfach an uns vorbeigefahren, deshalb waren wir später dran als geplant. vermutlich hätten wir dem Fahrer nicht sagen sollen, dass wir es ein bisschen eilig haben :)

In Kuala Lumpur haben wir schliesslich 2 Tage verbracht, die aber nicht besonders ereignisreich waren, so wie das halt in ner Stadt manchmal ist...

Aber wir haben dort im Hostel Clément und Katja kennengelernt (aus Paris und Russland), mit denen wir die meiste Zeit verbracht haben. Kurzerhand haben wir entschlossen mit ihnen mit nach Pulau Pangkor zu reisen, eine Insel unterhalb von George Town. Also ehrlich gesagt, war das ein langer Entscheidungsprozess, da wir eigentlich weiter nach Thailand reisen wollten (irgendwie haben wir das Gefühl, die Zeit rennt uns davon). Und gleichzeitig ist es doch gerade das Tolle am Reisen, dass man spontan seine Pläne ändern kann und sich treiben lassen kann. Schliesslich hat die Münze entschieden, dass wir mit nach Pulau Pangkor fahren :)

 

Pulau Pangkor und George Town

Mit dem Bus sind wir dann also nach Lumut und von dort aus mit der Fähre nach Pulau Pangkor gefahren. Da Clément nicht Roller fährt, haben die Jungs sich nach einem Auto umgesehen, das wir mieten können. Und sie sind tatsächlich fündig geworden. Also in der Schweiz hätte das Auto wohl nicht einmal mehr auf die Strasse dürfen, doch hier ist eh alles egal. Sie mussten weder Führerschein zeigen, noch einen Namen hinterlegen oder eine Telefonnummer. Sie haben einfach für 4 Tage bezahlt (8Fr/Tag), den Schlüssel bekommen und los gings. Wir hätten das Auto auch einfach irgendwo im Meer versenken können und wir wären nie geschnappt worden :) 

Ja, das Auto war ziemlich klein für 4 Leute, 2 grosse Rollkoffer, 2 grosse Rucksäcke und 4 kleine Rucksäcke, da war es auch nicht gerade hilfreich, dass sich der Kofferraum nicht schliessen liess. Doch wir haben es über die beiden Hügel auf die andere Seite der Insel geschafft, auch wenn wir einige Male anhalten mussten, um den Kofferraum wieder zu schliessen.

Leider hat die telefonische Reservierung bei unserer gewünschten Unterkunft nicht geklappt und die Jungs mussten losziehen und etwas anderes suchen, was sich als gar nicht so einfach rausstellte, da Wochenende war und viele Einheimische schon die ganzen Unterkünfte belegt hatten. 

Doch wir haben schliesslich doch noch etwas gefunden, wo wir bleiben konnten.

Die folgenden Tage verbrachten wir am Strand, machten einen Ausflug zu der kleinen Insel vor unserer Nase (an "Land" war es allerdings schöner), feierten Cléments Geburtstag, haben zu viel Bier getrunken und zu viel geraucht, haben einen Tagesausflug gemacht mit einer Inselumrundung zu den "Sehenswürdigkeiten" (Tiger Rock: ein kleiner  überdachter und umzäunter Fels, wie er auch an jedem Strand zu finden ist; Dutch Fort: ein wieder aufgebautes Fort in der Grösse unserer Wohnung und ein chinesischer Tempel: 12 Quadratmeter grosses Häuschen mit Laternen , Kerzen und Figuren). Doch uns ging es sowieso nur darum, ein paar gemütliche Tage gemeinsam zu verbringen und das wurde definitiv erfüllt.

Nach 4 Tagen reisten wir zusammen mit dem Bus weiter nach George Town, wo wir unseren letzten gemeinsamen Abend mit Clément und Katja in der Gesellschaft von Reto und Vera verbracht gebührend begossen haben :)

 

 

Koh Lanta

Von George Town aus sind wir am nächsten Tag nach Krabi geflogen und dann mit dem Minibus nach Koh Lanta. Der Beginn von knapp zwei Wochen Inselgenuss...

Wir wussten nicht so recht, ob uns in Koh Lanta eine Partyinsel erwartet (was wir ja eigentlich vermeiden wollen), doch wir wurden positiv überrascht. Wir haben eine perfekte Unterkunft direkt am Strand gefunden, mit unglaublich leckerem Thai-Essen und der schönsten Sicht auf den Sonnenuntergang. Das Ganze in sehr entspannter Atmosphäre. Es gibt sicherlich Strandabschnitte, wo man mehr Party machen könnte, aber für uns war es perfekt so. Wir sind nur 3 Nächte geblieben, da wir schon weiter geplant hatten. Allerdings hätten wir hier noch einige Tage mehr verbringen können. Koh Lanta soll auch sehr gut sein für Schnorchel- und Tauchausflüge oder um die kleinen Inseln rundherum zu erkunden. Für das hatten wir allerdings zu wenig Zeit und so haben wir die Zeit auf dem Roller und am Strand verbracht.

 

Die geheime Insel Koh xxx

Die nächste Insel war ein Geheimtipp von S. und S. und deshalb werden wir auch nicht sagen, wo diese zu finden ist. :) Es ist auf jeden Fall eine kleine Insel (um dort hin zu kommen, wird man von der Fähre mit dem Piratenschiffli abgeholt), auf der es absolut nichts zu unternehmen gibt. Und das ist genau richtig so. Und obwohl wir das schon vorher wussten, fiel es uns am ersten Tag schwer, zu akzeptieren, dass es so ist. Traurig aber wahr. Doch am zweiten Tag konnten wir uns darauf einlassen, genossen genau das. Überall sonst hatten wir schnell das Gefühl, dass wir doch etwas unternehmen "müssen", wenn man schon hier ist. Und plötzlich gibts da nichts mehr zu unternehmen und man fühlt sich ein bisschen verloren... aber wie gesagt, am zweiten Tag verschwand das Gefühl und wir vertrieben uns die Zeit am Strand, im Wasser, mit Spielen, Lesen, sehr leckerem Essen, ein paar Cocktails und in guter Gesellschaft mit dem Besitzerehepaar und dem Barmann (denn zwei Tage waren wir die einzigen Gäste). Einen Tag haben wir allerdings doch noch einen Ausflug mit dem Longtail-Boot gebucht. Früh morgens fuhren wir zum Maya-Beach (auf der Insel, wo der Film "The Beach" spielt) in der Hoffnung, dass es zur frühen Stunde noch nicht so viele Leute hat. Als wir ankamen war das auch tatsächlich der Fall, doch als wir abgefahren sind war dann der ganze Strand voll mit Booten. Klar, wir wussten, worauf wir uns eingelassen haben... dass dies einer der grössten Touri-HotSpot ist. Aber der Strand und das Wasser dort sind echt gigantisch. Unglaublich feiner und weisser Strand und helltürkises Wasser, so dass es schon kitschig ist. In der Bucht sind wir anschliessend noch zum Schnorcheln in Wasser gehüpft, da gibt es einiges zu entdecken. Von dort aus sind wir noch an einem weiteren Ort vor einer Insel Schnorcheln gegangen und haben bei zwei anderen Inseln gehalten.

Die Schönste (und die mit den meisten Leuten) war Bamboo Island. Hier ist es vorallem unterhaltsam den Russinnen zuzuschauen, wie sie sich (vom Playboy abgeschaut) im Wasser räkeln, posieren und sich von ihrem Partner fotografieren lassen. Und das in jeglichem Alter. Von 16-Jährigen (die dann allerdings von der Mutter (!!!) abgelichtet werden) bis zu 60-Jährigen. Schamgefühl: Fehlanzeige.

Chinesische Gruppen erkennt man vorallem daran, dass sie ihre Rettungsweste auch am Strand und während des Essens anhaben, immer in Gruppen auf Fotos sind und dabei immer sehr laut sind :).

Allgemein muss man ständig achtsam sein, nicht von einem Selfiestick aufgespiesst zu werden. Und so wies aussieht sind Asiaten noch viel "Selfie-verliebter" als Europäer. Naja... wir werden uns auf jeden Fall keinen Selfiestick zulegen, komme was wolle :).

Mitte Nachmittag haben wir den Nachhauseweg angetreten, da das Wetter leider nicht so ganz mit gespielt hat, haben wir uns bei der stürmischen und regnerischen Rückfahrt (mal wieder) ziemlich erkältet. Der Tag an sich war ganz ok (wir hatten allerdings gehofft, dass uns der Bootsmann noch zu ein paar einsameren Inseln bringt), trotzdem würden wir die Tour nicht mehr machen. Da hätten wir auf Koh Yao Yai bestimmt schönere Ausflüge machen können.

 

Koh Yao Yai

Wir haben uns sehr auf Koh Yao Yai gefreut. Auf die Insel wären wir wohl gar nicht gekommen, wären da nicht Angie und Cécile (unsere Sommer 2015-Hörnlistrasse-Bewohnerinnen) gewesen, die doch tatsächlich zufällig in unserer Nähe Ferien machen wollten. Und die der Besuch der Insel hat sich auf jeden Fall gelohnt! Nicht nur, dass wir mit Angie und Cécile sehr unterhaltsame, lustige und entspannte Stunden verbracht haben...

- wir haben ausserdem am ersten Tag bereits den perfekten Strand mit weissem Sand und Palmen gefunden, den wir praktisch für uns alleine hatten (die meisten Leute bleiben wohl einfach in ihrem Resort, oder der Strand ist nur nicht attraktiv, weil es rundherum nichts zu kaufen gibt).

- Unser Schiffli vom Lichterfest hat am längsten von allen gebrannt (obwohl es zu Beginn fast abgesoffen wäre), das heisst wohl viel Glück für uns alle im kommenden Jahr. :)

- Wir hatten eine wunderschöne (die bisher am luxuriöseste) Unterkunft mit atemberaubender Sicht aufs Meer und die Kalksteinfelsen.

- und: die Insel ist (noch) nicht so touristisch. Bei unserem Inselabschnitt gab es genau 2 Restaurants, die nicht zu einem Resort gehören und da dies eine muslimische Insel ist, nur vereinzelte Orte, die Alkohol verkaufen (und ja, wir waren praktisch jeden Tag dort). in unserer "Stammkneipe" war Mäthu wohl der Star in den Augen der beiden Besitzer, alleine mit 3 Frauen :) Er war auch der einzige, der von ihnen wiederholt eine Gratis-Massage bekam:))

 

Doch die Insel wird wohl leider nicht mehr lange so ruhig bleiben. Reiche Leute haben sich schon das meiste Land an Ufernähe unter den Nagel gerissen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis dort alles mit Resorts zugestellt ist (so wie es zum Teil auf der anderen Seite der Insel schon geschehen ist).

Aus den geplanten 2 Nächten wurden schliesslich 5, weil es uns so gut gefallen hat und weil wir uns noch ein bisschen auskurieren wollten. Und es war auf jeden Fall ein schöner Ort dafür...

 

Angie und Cécile, es war uns eine Freude euch früher als erwartet wieder zu sehen, es war toll mit euch! Kommt gut durch den Winter und wir sehen uns dann beim Eugen wieder oder so :) <3

Bangkok

Ein bitzli Schock war das ja schon, nach mehr als 2 Wochen Inselleben in so eine wuslige Grossstadt zu kommen. Aber nun waren wir zumindest wieder voll aufnahmefähig für Neues. Ich könnte hier stundenlang durch die Strassen gehen, Leute beobachten und Unbekanntes entdecken. Und Mäthu kann sich in Streetfotografie austoben und heimlich (und manchmal unauffällig) Menschen fotografieren.

Wir haben hier ausserdem bereits erfolgreich das Visum für Myanmar beantragt, das wir dann im Februar brauchen werden.

Und ich war beim Ohrenarzt, da ich noch von einem richtige Arzt kontrollieren lassen wollte, ob mein Trommelfell wieder ganz verheilt ist. So kurz und so günstig war ich wohl noch nie beim Arzt :) Beim Spitaleingang meldet man sich an, kriegt einen Zettel in die Hand gedrückt und in die Etage geschickt, wo sich die richtige Abteilung befindet.

Ein paar Minuten haben wir dort gewartet, dann wurden wir ins Behandlungszimmer geschickt. Ich durfte mich auf eine Liege legen, und schon hat er in mein Ohr geschaut inkl. Kamera, so dass ich auf dem Bildschirm sehen konnte, wie es in meinem Ohr aussieht (ich hab dann aber schon bald die Augen zugemacht:)). Der Arzt hat dann das restliche getrocknete Blut im Ohr ausgesaugt und gesagt, dass alles wieder normal und verheilt ist. und das wars dann auch schon :) und das Ganze für 22Fr. Und nun bin ich beruhigt...

Als nächstes werden wir mit dem Zug nach Ayutthaya und einen Tag später dann mit dem Nachtzug weiter in den Norden nach Chang Mai reisen bevor wir die nächste Landesgrenze nach Laos überschreiten.

 

Wie immer... die besten Fotos/Snapshots von Thailand (Fotos aus Bangkok sind noch in Bearbeitung) und dem zweiten Teil von Malaysia von meinem Lieblingsmenschen und Lieblingsfotografen findet ihr in der Fotogalerie.

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Kommentare: 1
  • #1

    miriam (Samstag, 05 Dezember 2015 21:24)

    wunderbar! danke für die
    ausführlichen berichte und die wunderbaren fotos! und trinkt ein lao beer für mich in wonderful laos <3 vermisse euch!